Unser Star “Henne” Hahnemann starb vor 25 Jahren

Helga-Hahnemann-Quelle-Copyright-Klaus-Winkler


Ihre Berliner Schnauze und ihr Herz waren riesengroß, sagte man. Auf der Bühne fühlte sie sich pudelwohl und ihr Publikum liebte sie dafür. Seit 1995 trägt ein Medienpreis ihren Spitznamen “Henne”, “Die Goldene Henne”.

Am 20. November 1991 starb Helga Hahnemann im Alter von 54 Jahren. Die Zeitschrift “Super Illu” vergibt ihn gemeinsam mit dem MDR und dem RBB seit 1995 “Die Goldene Henne”. Geehrt werden alljährlich Stars aus Musik, Sport und Fernsehen, aber auch Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft.

In der DDR feierte “die Henne” ihre größten Erfolge. Sie sang, tanzte und spielte im Berliner Friedrichstadt-Palast und war in vielen Sendungen im DDR-Fernsehen zu sehen und hatte sie eine eigene Radioshow. Auch den Fans der “Olsenbande” war ihre Stimme vertraut: Hahnemann synchronisierte die Film-Nervensäge Yvonne in ihrer typischen Tonlage, ohne Punkt und Komma.
Sie debütierte 1959 an der Leipziger Pfeffermühle. Ab 1961 war sie in Berlin unter anderem beim Deutschen Fernsehfunk tätig. Für ihren Auftritt in über 30 Folgen der Serie Tele-BZ erhielt sie den Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds der DDR.

Ab 1969 gehörte sie bereits fest dem Ensemble des Deutschen Fernsehfunks an. Ende der 1970er Jahre entwickelte sie sich mit ihrer Berliner Art und Schnauze zur beliebtesten Entertainerin der DDR.

Besonders Beliebt war Helga Hahnemann als Moderatorin der Sendung “Ein Kessel Buntes”, ihrer zahlreichen Sketche, wie mit Alfred Müller, Herbert Köfer, Dagmar Gelbke und Ingeborg Naß. Hierher gehören ihre Auftritte in diversen Fernsehschwänken. In der Rolle der Erna Mischke war sie zusammen mit Rolf Herricht, Gerd E. Schäfer, Margot Ebert, Traute Sense und Heinz Behrens regelmäßig in der TV-Lustspiel-Reihe Maxe Baumann zu sehen. Mit Ingeborg Naß leitete sie ein Arbeiterkabarett in Berlin.

Für Silvester 1991 war eine große Silvestershow mit ihr als Moderatorin geplant, die nicht mehr realisiert werden konnte. Am 20. November 1991 starb Helga Hahnemann an Lungenkrebs. Sie wurde auf dem Friedhof in Berlin-Wilhelmsruh beigesetzt.

In Erinnerung bleibt eine lebenslustige Frau mit großem Herz. Sie spielte Skat, kochte gern und war ein Fan des US-Schauspielers Robert Redford.

Auf dem Berliner „Boulevard der Stars“ hat sie seit Jahren einen Stern. Das Gemeindehaus ihres langjährigen Wohnortes Schöneiche bei Berlin trägt ihren Namen.

Weitere Informationen finden Sie unter: boulevard-der-stars-berlin.de

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19.11.2016 | Kategorie: Top News

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