Gaffer/in

“Ich arbeite beim Film.“ Diese Aussage hört man nicht selten in einer Stadt wie Berlin, in der jeden Tag an verschiedenen Orten Dreharbeiten beobachtet werden können, die deutschlandweit als DAS Film-Zentrum gilt. Bewegte Bilder begeistern jung und alt, inspirieren Menschen und bieten zudem als modernes künstlerisches Medium eine ganze Reihe an kreativen und technischen Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Filmproduktion war immer ein arbeitsintensiver Prozess – und wird es auch trotz neuer Techniken und Innovationen  in Zukunft bleiben.

Auch wenn Regisseur, Schauspieler und Produzent einem Film Bekanntheit verschaffen, so sind sie doch nur Teil eines viel größeren Produktionsteams, welches Hand in Hand zur Entstehung beiträgt. Tonassistent, Kostümbildner und  Komponist sind den Meisten noch bekannt. Doch was genau macht der Mensch beim „Continuityscript“? Was ist ein „Gaffer“? Und wie wird man ein „Best Boy“? Diese und viele andere Bezeichnungen erscheinen im Abspann und lösen beim Publikum Fragen aus. In unserem heutigen Blog berichten wir, was der Beruf des Gaffers beinhaltet und wie man daran kommt.

Als „Gaffer“ wird der Oberbeleuchter eines Films bezeichnet. Er trägt zur visuellen Darstellung einer jeden Filmszene erheblich bei. Licht gilt als eines der wichtigsten kreativen Mittel zur Inszenierung und bietet dem Regisseur eine ganze Reihe Möglichkeiten, den Stoff auf besondere Weise zu interpretieren: Ob ein Schauspieler mit hartem Scheinwerferlicht angestrahlt oder im sanften Licht präsentiert wird, entscheidet beispielsweise darüber, auf welcher emotionalen Ebene der dargestellte Charakter dem Zuschauer begegnet und ob er ganz automatisch Sympathie oder Antipathie hervorruft. Die Beleuchtung eines Films verstärkt und unterstützt die Atmosphäre, die in jeder Szene erzeugt werden soll. Daher arbeitet der Beleuchter, auch Bild- und Lichtgestalter genannt, oft eng mit dem Kameramann zusammen.

Der Beruf des Beleuchters setzt eine dreijährige, abgeschlossene Ausbildung im Bereich Energietechnik voraus, in der die verschiedensten Techniken zur Umsetzung des Licht-Setups vermittelt werden. Nicht selten dient die Ausbildung zum Beleuchtungstechniker nur als Einstieg in die Filmproduktion und bietet die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Kameramann.

Die Bezeichnung „Gaffer“ stammt übrigens aus den Anfangstagen des Films. Dort wurde noch mit natürlichem Licht gearbeitet und große Zeltplanen, die mit langen Holzstangen – den „Gaffs“ – bewegt wurden, dienten zur Abschirmung der direkten Sonne.  Die Filmbranche bietet aber noch viele andere interessante Berufswege: Ob Best Boy, Continuityscript oder Requisiteur – wir werden sie euch alle vorstellen.

Hier Informationen zum Berufsbild des Lichttechnikers finden.

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02.09.2010 | Kategorie: Berufe beim Film

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