Idee und Konzept

Motivation und Geist, die die Initiative für einen Boulevard der Stars in Berlin geprägt haben, gibt die Präambel der Satzung der Boulevard der Stars – Gemeinnützige GmbH wider:

Der Boulevard der Stars geht auf eine Initiative des Förderkreises des Museums für Film und Fernsehen e.V. zurück. Sein Vorstand, insbesondere Gero Gandert als Initiator, hat dieses Vorhaben in den Jahren 2003 bis 2006 vorbereitet und in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung des Landes Berlin bis heute weiterverfolgt. Der Boulevard der Stars ist ein Ort der Würdigung und der feierlichen Auszeichnung für Einzelpersönlichkeiten, die die Entwicklung der bewegten Bilder als „7. Kunst“ im deutschsprachigen Raum nachhaltig geprägt und beeinflusst haben – früher und jetzt. Mit der Auswahl der Geehrten soll verdeutlicht werden, in welchem Maße die Herstellung von Filmen ein kreativer Prozess ist, an dem die verschiedensten Künstler und Gewerke beteiligt sind. Besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus dem Wirken deutschsprachiger Film- schaffender im Ausland während der Zeit des Nationalsozialismus.

Gipfelleistungen von Film und Fernsehen können – wie alle große Kunst – kathartische Wirkungen entfalten. Sie erzählen Menschheitsgeschichten, sind Chronik und Diskurs gegen- wärtigen oder vergangenen Lebens. Als Kulturgut und Wirtschaftsgut des Industriezeitalters haben sie zweifellos auch eine immense politische Bedeutung. Deshalb wollen wir in Berlin als einem Ausgangspunkt und einer Metropole der Film- und Fernsehproduktion einen öffentlich zugänglichen Ort etablieren, der die Menschen anziehen, informieren und begeistern will, sich intensiver mit dem wichtigsten Massenmedium unserer Zeit und seinen Protagonisten auseinanderzusetzen. Ein regelmäßiger Event soll der Rahmen für die feierliche Erweiterung der Namens- liste auf dem Boulevard der Stars sein.

Selbstverständlich muss dieses permanent wachsende Denkmal auch selbst durch künstlerische Gestaltung überzeugen. Der Boulevard der Stars soll in Abstimmung mit dem Land Berlin auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße zwischen dem Sitz der „Berlinale“ und der „Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen“ errichtet werden: ein Monument für die herausragenden Gestalter des Film- und Fernsehens in Vergangenheit und Gegenwart, damit gleichzeitig eine weitere Attraktion für die Stadt. Für die Realisierung des Boulevard der Stars wird die Boulevard der Stars Gemeinnützige GmbH gegründet.

Auszug aus dem Gesllschaftervertrag der Boulevard der Stars gGmbH vom 24. September 2008.

Das kollektive Gedächtnis lebendig erhalten!

Der Boulevard der Stars geht auf Überlegungen im Förderkreis des Museums für Film und Fernsehen zurück – und hier insbesondere auf die Initiative des Filmhistorikers Gero Gandert. Die Idee: Berlin war und ist ein Zentrum der Film- und Fernsehentwicklung in Deutschland, Berlin steht aber auch für die Brüche in dieser Entwicklung – für Exil und Flucht und die Vereinnahmung von Film und Fernsehen für Hetze und Propaganda. Wo, wenn nicht im Zentrum Berlins sollte der Ort sein, unsere Besten zu würdigen und an deren Lebenswerke, Lebenswege und Lebensbrüche zu erinnern!

Hier wird die Tradition des „Walk of Fame“ aufgenommen – sicher, so etwas gibt es schon mehrfach auf der Welt. In Berlin soll aber etwas ganz Besonderes entstehen: Ein Ort der Würdigung und alljährlich hinzukommender Ehrungen und damit ein wachsendes Denkmal, das die Protagonisten von Film und Fernsehen aus dem deutschsprachigen Raum und den Wechselfällen seiner Geschichte endlich im Zusammenhang darstellt.

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